Kopfschmerzen vom Spannungstyp und Migräne

  • 38 Prozent der erwachsenen Bevölkerung hat gelegentlich Spannungskopfschmerzen

  • 3 Prozent der erwachsenen Bevölkerung leidet an chronischen Spannungskopfschmerzen

  • 67,4 Prozent der Frauen litten innerhalb eines Jahres unter Spannungskopfschmerzen

  • 51,9 Prozent der Männer litten innerhalb eines Jahres unter Spannungskopfschmerzen

  • 10 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist von Migräne betroffen

  • 12 bis 14 Prozent aller Frauen haben Migräne

  • 8 Prozent aller Männer haben Migräne


Sowohl von Spannungskopfschmerzen als auch von Migräne sind Frauen häufiger betroffen als Männer. Einer Bundesgesundheitsstudie zur Folge litten innerhalb eines Jahres 67,4 Prozent der Frauen an Kopfschmerzen, wohingegen Männer zu 51,9 Prozent betroffen waren. Bei diesen Kopfschmerzen handelt es sich größtenteils um episodische, gelegentliche Spannungskopfschmerzen. 3 Prozent der Spannungskopfschmerzen sind als chronisch zu beurteilen, da sie öfter als 15 Tage im Monat auftreten.

Von Migräneattacken sind ca. 10 Prozent der Bevölkerung betroffen, von denen 2 Mio. an wiederkehrenden Attacken leiden. Rund 8 Prozent aller Männer und 12 bis 14 Prozent aller Frauen haben Migräne.

Die Migräne Attacken beginnen meist im Alter zwischen 10 und 20 Jahren. Am häufigsten kommt Migräne im Alter von 40 bis 49 vor. Im Gegensatz zu anderen chronischen Schmerzformen nimmt die Häufigkeit von Kopfschmerzen im Alter ab.

Neben persönlichem Leid, verursachen Kopfschmerzen aber auch erhebliche direkte und indirekte Kosten. Die direkten, wie die Arzthonorare, belaufen sich in etwa auf 462 Mio. Euro jährlich, indirekte Kosten beispielsweise durch Arbeitsausfälle betragen schätzungsweise 2,3 Mrd. Euro pro Jahr.

Wie häufig Kinder und Jugendliche von Kopfschmerzen betroffen sind, erfahren Sie hier...


Quellen:
Dr. med. Wolf Diemer, Prof. Dr. rer. Pol. Heiko Burchert: Chronische Schmerzen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 7. Robert-Koch-Institut Berlin 2002.
Dr. Ludwig Kürten: Chronischer Schmerz. Ergebnisse der Forschung verbessern die Versorgung der Patienten. Bundesministerium für Bildung und Forschung. Bonn 2001.
Ärztezeitung, 15. 02. 2007.