Acetylsalicylsäure

Der Name klingt kompliziert,  doch die Wirkung kennt jeder. Ob Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Fieber oder ein Kater nach durchzechter Nacht - fast jedem hat Acetylsalicylsäure, kurz ASS, schon einmal geholfen. Der weit verbreitete Wirkstoff wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend, fiebersenkend und thrombozytenaggregationshemmend.

Zum ersten Mal wurde Acetylsalicylsäure bereits um 1850 von dem französischen Chemiker Charles Frederick Gerhardt hergestellt. Damals allerdings noch mit fatalen Nebenwirkungen: Das schmerzlindernd wirksame, aber nicht völlig reine Produkt führte bei der Einnahme zu Verätzungen von Mund und Magenschleimhäuten.

Der Durchbruch gelang dann den deutschen Bayer-Chemikern Felix Hoffmann und Heinrich Dreser Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie stellen ASS in Pulverform her. 1899 wurde das Präparat als Aspirin patentiert und vermarktet, und gilt bis heute als Synonym für Schmerzmittel allgemein.